Die Rechtsdiensleister Inkasso • Gütestelle • Zwangsverwaltung

Portalseite

Todesfälle sind nicht nur emotional für die Angehörigen sehr belastend, sondern auch mit einer Menge dringender Aufgaben verbunden. Noch Mitten in der Trauer müssen viele Dinge erfolgt werden. Die Bestattung muss organisiert werden, die Familie und Freunde sind zu informieren, die Wohnung muss aufgelöst und gekündigt werden, Rechnungen müssen bezahlt werden und eventuell aufgefundene Testamente bei Gericht abgeliefert werden. Oft müssen weitere Kündigungen, z.B. Zeitschriftenabos oder auch Handyverträge erledigt werden und Auskünfte bei Versicherungen und auch Banken eingeholt werden. Dies erfordert oft auch einen Erbschein, der ebenfalls zunächst beantragt werden muss.

Jeder Nachlass ist daher individuell, wie auch der Mensch selbst. Daher muss der Nachlassverwalter auf alle Aspekte eingehen, die sich aus dem speziellen Fall ergeben. Schwierigkeiten ergeben sich auch, wenn beispielsweise Grundstücke und Immobilien vorhanden sind oder auch ein Unternehmen vorhanden ist, das abgewickelt werden muss. Leider gibt es auch immer wieder Differenzen zwischen den Erben über die Regelung des Nachlasses und dessen Verteilung.

Ein Nachlassverwalter wird auf Antrag eines Erben oder Nachlassgläubigers durch das Nachlassgericht bestellt. Sie ist eine spezielle Form der Nachlasspflegschaft und ist auf die Befriedigung der Nachlassgläubiger ausgelegt. Anders als bei der Nachlasspflegschaft sind die Erben bei einer Nachlassverwaltung bekannt.

Aufgabe des Nachlassverwalters ist es, das Vermögen des Erblassers zu sichern und die Gläubiger zu befriedigen. Dies umfasst meist die Aufgabengebiete Sicherung und Verwaltung der Vermögenswerte, die Befriedigung der Nachlassgläubiger und die Herausgabe der verbleibenden Vermögensmasse an die Erben. Darüber hinaus erstellt der Nachlassverwalter ein Nachlassverzeichnis aus dem sich die Aktiva wie auch die Passiva des Nachlasses ergeben. Trotz der Möglichkeit für die Erben, sich durch eine Nachlassverwaltung in aller Ruhe Kenntnis über den Bestand und die Werthaltigkeit des Nachlasses zu verschaffen, wird diese viel zu selten durch die Erben beantragt. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Erben die Erbschaft nicht sofort ausschlagen müssen, da sie die Sorge haben, der nachlass sei überschuldet und sie müssten für die Verbindlichkeiten aufkommen.

Eine Nachlassverwaltung wird durch das Nachlassgericht angeordnet, wenn Unklarheit besteht, ob das Vermögen zur Schuldentilgung ausreicht. Dadurch wird die Haftung der Erben für die Nachlassverbindlichkeiten auf den Wert des Nachlasses beschränkt. Darüber hinaus kann der Nachlassverwalter nach § 317  InsO als gesetzlicher Vertreter der Erben das Nachlassinsolvenzverfahren beantragen.

Weitere Aufgaben eines Nachlassverwalters sind beispielsweise

  • Ermittlung von Konten, Wertpapierdepots und Schließfächern
  • Feststellung und Geltendmachung von Ansprüchen des Nachlasses gegen Dritte
  • Regelung der Bestattung sowie ggf. der Grabpflege
  • Auflösung und Renovierung der Wohnung, Verwertung und Bewertung des Hausrats, von Fahrzeugen, Kunstgegenständen, Möbeln und sonstigen Wertgegenständen
  • Verwaltung von Immobilienvermögen sowie ggf. Bewertung der Immobilien
  • Auflösung oder Änderung von Verträgen und Versicherungen
  • Regulierung von Nachlassverbindlichkeiten bzw. Abwehr unberechtigter Forderungen gegen den Nachlass
  • Erstellung von Steuererklärungen
  • Aufstellung des Nachlassverzeichnisses
  • Verteilung und Abrechnung des Nachlasses gegenüber den Erben
So erreichen Sie uns


Die Rechtsdienstleister


Mörikestraße 1
71131 Jettingen


Tel: 07452 - 75 08 29 1
Fax: 07452 - 75 08 29 0
eMail: info@die-rechtsdienstleister.de


Bürozeiten:


Montag - Donnerstag 8.30 - 12.00 Uhr
und 13.00 - 17.00 Uhr


Freitag 8.30 Uhr - 12.00 Uhr und
13.00 - 15.00 Uhr


Termine nur nach Vereinbarung!